Cavalli: Veremonda, l'amazzone di Aragona

Oper Veremonda

Francesco Cavalli 1602 – 1676 | Musik
Giulio Strozzi 1583 – 1652 | Libretto

Andres Locatelli Musikalische Leitung
Amélie Niermeyer Regie
Stefanie Seitz Bühne
Kirsten Dephoff Kostüme
Gerrit Jurda Lichtdesign
Tina Hartmann | Ina Karr Dramaturgie

Koproduktion mit dem Staatstheater Mainz

Francesco Cavalli avancierte nach dem Tod Claudio Monteverdis zum berühmtesten italienischen Opernkomponisten seiner Epoche. Am Ende umfasste sein Bühnenoeuvre mehr als 30 vollendete Stücke. In der Bibliothek von San Marco, wo Cavalli maestro di cappella war, stieß der australische Dirigent und Barockforscher Aaron Carpenè auf die dreiaktige Oper "Veremonda, l'amazzone di Aragona", uraufgeführt 1652 in Neapel. Bei den Schwetzinger SWR Festspielen wird in der Regie von Amélie Niermeyer das von Liebesnöten, heiklen Verwirrnissen und arglistigen Ränken prall angefüllte Werk zur deutschen Erstaufführung gelangen.

Es kommt zur martialischen Kollision von Okzident und dem keineswegs despektierlich porträtierten Orient. In der von der maurischen Königin Zelemina beherrschten Festung von Gibraltar hat man sich erfolgreich gegen die christlichen Belagerer zur Wehr gesetzt. Delio, des aragonischen Königs oberster Feldherr, hat sich in die schöne Königin verliebt und lenkt für zärtliche Rendezvous des Nachts immer wieder seinen Kahn zum Kai. Auch der in die Betrachtung des gestirnten Himmels vernarrte spanische König zeigt wenig Kampfesgeist. An der Gattin König Alfonsos, der einstigen Amazonenkönigin Veremonda, liegt es deshalb, mit ihren mutigen Mitstreiterinnen die Sache militärisch auszufechten.

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