Ein Projekt von Concerto Köln, Kent Nagano und den Dresdner Musikfestspielen
Als Richard Wagner 1876 die ersten Bayreuther Festspiele mit seinem „Ring“ eröffnete, wurde Musikgeschichte geschrieben.
2026 feiert dieses Ereignis sein 150. Jubiläum – Anlass für ein einzigartiges Aufführungsprojekt der Tetralogie aus historisch informierter Sicht. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Kent Nagano, Ehrendirigent von Concerto Köln, Concerto Köln und, seit 2023 den Dresdener Festspielen, wurde der „Ring“ seit über knapp zehn Jahre im Kontext seiner Entstehungszeit sowie auf Basis aktuellster Erkenntnisse der Wagner- und Aufführungspraxis- Forschung neu erarbeitet und zum erklingen gebracht.
2017 wurde das wissenschaftlich-künstlerische Projekt als »Wagner-Lesarten« von Kent Nagano, Concerto Köln und der Kunststiftung NRW ins Leben gerufen. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, unter anderem aus Universitäten und Hochschulen in Köln, Halle und Bayreuth, beschäftigte man sich mit Fragen historischer Aufführungspraxis, Klangvorstellungen und Interpretationsweisen der Wagnerzeit. Die gewunnenen Erkenntnisse wurden dabei von Beginn an mit der musikalischen Praxis verbunden und in Konzerten und Seminaren erprobt und weiterentwickelt. Die Ergebnisse der mehrjährigen Forschungs- und Praxisarbeit wurden ausserdem in drei Buchpublikationen sowie weiteren wissenschaftlichen Aufsätzen dokumentiert.
Den Höhepunkt dieser Pionierarbeiten bildete die Aufführung des "Rheingolds" in der Kölner Philharmonie im November 2021.
Als „The Wagner Cycles“ siedelt sich das Projekt seit 2023 in Dresden – der Stadt, in der Wagner seine prägende Kindheit und Jugend verbrachte, dem Uraufführungsort von drei seiner Opern und dem Ausgangspunkt des ideengeschichtlichen Konzeptes des „Rings“ – neu an. Was 2023 mit der konzertanten Aufführung des „Rheingold“ begann, 2024 mit der „Walküre“ und 2025 mit Siegfried“ fortgesetzt wurde, erlebte 2026 mit der Aufführung der "Götterdämmerung" seinen Abschluss.
